Gerne zur Sache. Da mein treuer altes Kress-Stück nach 18 Jahren seinen Dienst quittiert hatte, musste Ersatz her. Dabei ging es mir um den semi-professionellen Einsatz und ein schnelles Schnäppchen... also eine Makita^^ Mit der 2470 kann man kaum etwas falsch machen, solange man nicht ständig über den Kopf arbeitet, da das Gewicht der Makita durchaus ins Gewicht fällt. Dafür bietet sie aber eine hohe Leistung und ist so gut wie unkaputtbar, vorausgesetzt man behandelt sie mit der nötigen Sorgfalt. Das bedeutet eine regelmäßige Pflege: Bohrfutter und Bohrer ölen (aber nicht übertreiben) und die Maschine ausblasen, wobei ein Kompressor hier natürlich von Vorteil ist.
Schnipp, der Bohrer wackelt... was bei SDS- und SDS+-Geräten völlig normal ist, da der Bohrer nur durch zwei bzw. vier Nuten gehalten wird. Maschinen mit dieser Aufnahme sind nicht primär auf Präzision ausgelegt, was der pneumatischen Wirkung geschuldet ist. Beim Ansetzen des Bohrers an die Wand wackelt er nicht mehr, da dann der Gegendruck da ist. Also alles im grünen Bereich. Die Bohrleistung der Makita ist absolut in Ordnung, da gibt es nichts zu beanstanden. Ich habe mit einem 24er Bohrer ein paar Löcher durch meine 50er Gartenmauer gebohrt, als wäre sie aus Butter.
Auch die Stemmleistung ist für ein Gerät dieser Klasse beeindruckend. Im Hof habe ich so an die 6 qm Estrichbeton (12 cm dick) in einem Durchgang entfernt. Für die Makita kein Problem. Sie wurde nicht einmal übermäßig heiß und beim anschließenden Bohren passte in das 6mm-Loch auch immer noch ein 6mm-Dübel, schau an, schau an. Nehmt bitte keine billigen Baumarkt-Dübel, sondern etwas Vernünftiges wie z. B. Fischer SX oder Tox, dann klappt's auch mit dem Nachbarn^^
Über das Getriebe bzw. das Umschalten von Bohren auf Schlagbohren und Stemmen braucht man nicht viel zu schreiben. Es geht locker von der Hand und funktioniert makita-typisch einwandfrei. Die Elektronik des Gasgebeschalters ist ebenfalls sehr feinfühlig und lässt keine Wünsche offen. Einziger Kritikpunkt ist die Position des Schalters für die Arretierung, die mir persönlich etwas ungünstig erscheint. Das ist aber bei allen Bohrmaschinen so. Um es nicht zu vergessen: Beim Linkslauf ist kein Leistungsverlust feststellbar. Man kann also auch verrostete Schrauben aus dem Gebälk herausdrehen, vorausgesetzt, man hat ein normales Bohrfutter. Kleiner Tipp: Bei festsitzenden Schrauben das Schlagwerk aktivieren. Aber nicht zu viel Gas geben.
Die Verstellung des Handgriffs geht anfänglich etwas zäh, was sich aber mit der Zeit gibt, da sich der Kunststoff nach öfteren Verstellungen abnutzt. Den Tiefenanschlag brauche ich nicht, also schreibe ich auch nichts dazu. Die Kabellänge ist mit vier Metern sehr großzügig bemessen und weist eine hohe Qualität auf. In den Koffer passen locker 20 SDS-Bohrer von sechs bis vierzehn mm, ein Dutzend Meißel, Fett, ein paar Lappen, Bleistift, Meterstab und sogar ein 40er Durchbruchbohrer. Was will ein Handwerker mehr?
Mein Fazit... Preis/Leistung: Note Eins. Qualität: Bisher ebenfalls eine Eins. Mal sehen, ob ich hier in 18 Jahren was korrigieren muss^^