Ich möchte gleich auf das Wesentliche eingehen: Meine Einsatzgebiete und die Konfiguration des Geräts. Ich setze die Bosch GDE 68 primär bei Rohbauarbeiten und Renovierungen ein, insbesondere in Kombination mit großen Bohrkronen und SDS-Hammerbohrern. Für feinere Arbeiten oder Endmontagen bei Kunden verwende ich eine kleinere Variante, die GDE 16 Plus, passend für Standard-Hammerbohrer.
Die GDE 68 nutze ich meist in Kombination mit einem Bosch GAS 18V-6LS Akku-Staubsauger, dem GAS 35 oder dem AdvancedVAC20. Der größte Pluspunkt ist die unkomplizierte Handhabung und die effiziente Staubaufnahme bei staubintensiven Tätigkeiten, wie etwa dem Bohren von Installationsschlitzen mit Diamantbohrkronen im Beton.
Für mich ist die Kopplung der GDE 68 mit dem GAS 35 und einem GBH 2-28 DFH ideal, um 63mm Trockendiamantkronen zu verwenden. Der Sauger erzeugt genug Unterdruck, um die Absaughaube fest an der Wand zu halten, und genug Luftvolumen, um das Bohrmehl zuverlässig abzutransportieren. Auch bei härteren Materialien, kombiniert mit einem GBH 5-40 DCE, funktioniert das System einwandfrei.
Für kleinere Durchführungen in Klinkerwänden bis 24mm nutze ich manchmal eine ältere Schlagbohrmaschine mit dem AdvancedVAC20. Hier ist der Schlagmodus oft der bessere Weg. Ungeachtet der Tatsache, dass die GDE 68 aufgrund ihrer Bauweise minimalen Staubfilm an der Wand hinterlassen kann, liegt mein Hauptaugenmerk auf der minimierten Raumluftbelastung.
Bei Fassadenarbeiten auf Gerüsten habe ich die GDE 68 bereits mit dem GAS 18V-6LS und einem Akkuschlagbohrer kombiniert. Auf der höchsten Stufe liefert der Akkusauger ausreichend Leistung, um die Haube zu befestigen und den Staub zu erfassen. Das Click&Clean-System erleichtert die Anbringung am Akkusauger erheblich und verhindert das Abrutschen des Schlauchs, was gegenüber der 35mm-Verbindung am GAS 35 ein klarer Vorteil ist.
Wichtig ist die Möglichkeit, den Bürstenkranz für größere Durchmesser zu entfernen. Sollte der Kranz verschleißen, lässt er sich problemlos nachbestellen, ebenso wie die Dichtlippe. Die Demontage gelingt einfach mit einem Schraubenzieher, der Wiedereinbau ist etwas fummelig, aber machbar.
Obwohl das Gerät für Nassbohren geeignet ist, greife ich dafür bevorzugt zu Kernbohrgeräten. Passt die Anwendung, wie in meinem Fall, perfekt, ist die Absaughaube eine hervorragende Lösung. Deshalb gebe ich 5 Sterne für diese Lösung, die für Kronen bis 68mm ausgelegt ist.
Eine Kaufempfehlung spreche ich vor allem für den professionellen Bereich aus. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier top, wenn man den Zeitersparnis bei der Reinigung und den Gesundheitsaspekt gegenüberstellt. Für private Handwerker muss schon eine größere Menge an Bohrarbeiten anfallen, bis sich das Gerät in der reinen Wirtschaftlichkeit amortisiert, abgesehen von dem enormen Vorteil der reduzierten Staubentwicklung.