Ich teile hier noch einige Hinweise zur optimalen Nutzung des Aluminiumkopfes, basierend auf meinen praktischen Erfahrungen.
Beginnend mit der Vorbereitung: Der Schnittfaden sollte so in die große Führung gelegt werden, dass auf der Austrittsseite etwa 0,8 bis 1 cm überstehen. Eine größere Reserve ist kontraproduktiv, da der Faden bei starker Beanspruchung auf der Abzugseite leichter brechen oder ungewollt kürzer werden kann.
Verbrauchte Fäden am Austrittsende am besten bei noch warmem Kopf mit einem festen Ruck herausziehen. Eine schmale Wasserpumpenzange ist hierfür ideal, da sie genug Griffkraft bietet, ohne dass man zu sehr ziehen muss. Sollte der Faden trotz Widerstandes nicht mehr frei sein, kann man mit einem kleinen Hammer oder dem stumpfen Teil einer Zange den verbliebenen Fadenrest vorsichtig und rhythmisch ein paar Millimeter in Richtung Öffnung schieben. Das funktioniert bei Oregon-Fäden mit 4 bis 7 mm Durchmesser in der Regel problemlos.
Während des Betriebs sollte man regelmäßig prüfen, wie lang die Fäden sind und wie viele vorhanden sind (beim Techno-Blade auch die Anzahl), besonders beim Vierfachkopf. Es ist nicht sinnvoll, den Faden bis zum Anschlag zu nutzen, da dies zu einem verringerten Arbeitsradius, stumpferen Kanten und möglichen Tauschproblemen führt. Am besten wechselt man den Faden kurz vor dem Punkt der kritischen Abnutzung und bearbeitet zunächst die schwer zugänglichen Stellen, um einen sofortigen Komplettwechsel zu vermeiden.
Ein Hinweis zur Fadenzahl: Der Oregon Techno-Blade kann bei Kollision mit harten Objekten wie Maschendrahtzäunen komplett aus dem Kopf fliegen. Man merkt das am unruhigen Lauf. Meistens sind die Fäden dann ganz entfernt, was das Neubeziehen erleichtert. Man sollte darauf achten, zunächst zwei symmetrische Fadenlängen einzustellen.
Erschwert wird der Tausch nur, wenn der Fadenrest nicht mehr beweglich ist, was mir bisher nur bei 2,4 mm Vierkantfäden passiert ist. Dann muss man den Kopf mit einem passenden Inbus-Schlüssel (2,95 mm) abschrauben. Dank der einfachen Innenkonstruktion (eine Stahlzahnbacke und eine Feder pro Aufnahme) geht das schnell. Es lohnt sich, den Schlüssel griffbereit zu haben.
Bei dieser Gelegenheit empfehle ich eine Grundreinigung und leichte Schmierung der Federn und Lager. Ich habe auch feine Grate aus der Pressform mit einer Feile entfernt, die beim Einlegen des Fadens Widerstand verursachten.
Zum Fadenmaterial: Selbst 2,4 mm Vierkantfäden arbeiten im Oregon-Kopf überraschend gut und nutzen sich nicht sofort ab. Für normales Gras sind sie oft besser geeignet, da der Flexi-Blade dazu neigt, Grasbüschel eher zu matschen als zu schneiden. Bei dünneren Fäden ohne Sägezahn sollte man nach dem Einlegen noch einmal ziehen, um festzulegen, dass er sicher sitzt.
Der 4 mm Flexi-Blade ist trotz seiner scheinbaren Minderwertigkeit im Dickicht fast so effizient wie der Techni-Blade und verzeiht versteckte harte Fremdkörper besser. Damit habe ich bei der ersten Rodung im Gelände sehr gute Ergebnisse erzielt. Optisch und haptisch wirkt der 4 mm Flexi-Blade dicker als die angegebenen 5 oder 6 mm Techni-Blades, was vermutlich am Durchmesser des Innenkerns liegt.